2. November 2019: Umsonstflohmarkt

Im Rahmen der Kritischen Ersti-Wochen, die von der Hochschulgruppe Kleine Strolche unter Mitwirkung einer Vielfalt von Gruppen und Initiativen dieses Jahr zum 4. Mal in Folge organisiert werden, öffnen wir am Samstag, den 2. November, ab 11 Uhr unsere Pforten für einen Umsonstflohmarkt. Kommt alle, bringt gut erhaltene Dinge mit, die ihr nicht mehr braucht, genießt ein Getränk und ein Pläuschchen an der Feuertonne und nehmt das mit nach Hause, was ihr gebrauchen könnt! Wir freuen uns auf euch!

Das Programmheft zu den Kritischen Ersti-Wochen findet ihr hier. Die Veranstaltungen sind explizit für alle Menschen gedacht, auch ohne Ersti-Status und Studium. Kommt vorbei!

03.08.2019: Geh ma Ziegenbrink

Am Samstag, den 03.08.2019, findet ab 15 Uhr zum zweiten Mal „Geh ma Ziegenbrink, da gibt’s Krach für lau“ am Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink (Hauswörmannsweg 65) statt. Umsonst und draußen mit drinnen. Spielen werden (Achtung, wirklich laut) u. a. Eremit, Guernica und No Shelter. Und das Coolste is‘: Es wird was Veganes zu futtern geben und die Erlöse gehen soli-mäßig an die WabOS! Wir werden also auch dort sein! Kommt mit viel Hunger!!!

Sommer 2019: WabOS-Soli

Unsere Lage ist während der letzten Monate statt aussichtsreicher eher k***brauner geworden. Daher sind wir leider nach wie vor darauf angewiesen, die mit dem immer krasser werdenden Bedrohungsszenario verbundenen Kosten (Druck von Infomaterialien, rechtliche Beratung, etc.) durch Spenden zu decken. Unsere kleinen, immer währenden Soli-Fotokalender mit 13 hübschen Eindrücken von der WabOS bekommt ihr für’n Fünfer plus Spende außer bei uns auf dem Platz jetzt auch im SubstAnZ (Frankenstraße 25A) und außerdem ab sofort im Atelier Piro (Rehmstraße 7A) und im Shock (Records & Coffee / Ars Vivendi e. V., Hasestraße 66)!

Nur so lange der Vorrat reicht! ; )

2019: Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Am 26. Mai 2019 wurden die in Osnabrück zur Kommunalwahlberechtigten gleich doppelt an die Urnen gebeten. Nein, um die EU-Wahl soll es in diesem post nicht gehen. ; ) An jenem Tag haben knapp 77 % der Wählenden für die Wiedereinführung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG) in Osnabrück gestimmt! Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis zusammen mit dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, das diesen für Osnabrück erstmaligen Bürger*innenentscheid durch ein Bürger*innenbegehren, an dem sich 13.500 Menschen beteiligt hatten, durchgesetzt hat. Auch wir als WabOS sind neben vielen weiteren Organisationen und Einzelleuten seit seiner Gründung Teil des Bündnisses. Nach besten Kräften werden wir seine Arbeit auch weiterhin unterstützen und uns beteiligen. Denn jetzt geht es ums Eingemachte, damit der 13-Punkte-Plan des Bündnisses bei der Verwirklichung einer KWG Berücksichtigung findet. Nachzulesen sind diese Punkte hier. Sie betreffen auch die WabOS und die besagten Bebauungspläne ziemlich unmittelbar. Das breit aufgestellte Bündnis ist für jedmensch offen und freut sich über tatkräftigen support!

#mitmachen #mitreden #diy

Aufstieg 2019

Der VfL Osnabrück ist Rekordaufsteiger!!! Und die WabOS war bei dem entscheidenden Heimspiel am 20.04. mit dem VfR Aalen sowie bei den letzten beiden Heimspielen der Saison (mit Hansa Rostock am 04.05. und mit Unterhaching am 18.05.) dabei!

Wir freuen uns riesig mit den Fans und dem Team unserer Lila-Weißen und danken an dieser Stelle vor allem der Fangemeinschaft Brigade Nord seit 1516 – grandiose Subkultur vom Affenfelsen, auch zu finden im Gesichtsbuch – und der gigantischen Violet Crew aus der Ostkurve!

Wir sind noch immer sprachlos über diese mega fette Nummer in diesen sonst so schweren Zeiten und können es kaum fassen. Denn zu sehen war die hübsche Fahne sowohl in den live-Übertragungen des ndr-Fernsehens, als auch in den Spielzusammenfassungen z. B. des BR: die WabOS in Bayern …und WabOS goes DFB-TV! LOL

Während wir im Westen weiter für erfreuliches Neues im Sumpf der Stadtpolitik kämpfen, wünschen wir in der neuen Saison allen weiterhin viel Spaß auf unserer Lieblings-Brücke im Osten!

Leude, zusammen schaffen wir’s alle in die 1. Liga! #united

Mai 2019: Gegen alle Abschiebeknäste!

Nein zur Einrichtung einer Zentralen Abschiebebehörde (ZAB) in Niedersachsen! Wie in ganz Deutschland, ganz Europa, ja der ganzen Welt geht auch in Niedersachsen die rassistische Entrechtung all jener weiter, die nicht die „richtigen“ Staatsbürgerschaften besitzen. Wir können und wollen das nicht hinnehmen.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat angekündigt, den Beispielen Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen zu folgen und eine landesweite zentrale Abschiebebehörde einzurichten. Diese neue Behörde soll Kompetenzen zur Abschiebungsvorbereitung und -durchführung – wie Passersatzbeschaffung und Flugbuchungen – bündeln, die aktuell bei den kommunalen Ausländerbehörden liegen. Mit diesem Vorhaben läuft der niedersächsische Innenminister, welcher vor einigen Jahren noch das Engagement für Geflüchtete in seiner Heimatstadt Osnabrück lobte(1), dem rechtspopulistischen Diskurs à la Seehofer hinterher. Wir lehnen die Einrichtung einer solchen Behörde ab. Wir wollen sie weder hier noch anderswo – und das aus mehreren Gründen:

1) Abschiebungen sind grundsätzlich falsch, weil sie gewaltvolle Eingriffe in die Bewegungsfreiheit, das Recht auf Privatleben(2), das Recht auf Leben und damit die Menschenwürde der Betroffenen darstellen. Sie sind Ausdruck einer politischen und ökonomischen Weltordnung, die (Über-)Lebenschancen und Privilegien aufgrund der Herkunft und der willkürlichen Geburt an dem einen oder anderen Ort vergibt. Sie verstetigen damit globale Ausbeutungsverhältnisse.

2) Die zentrale Abschiebebehörde dürfte unter diesen Bedingungen für noch mehr unmenschliche Gewalt im Vollzug von Abschiebungen sorgen. Wie Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, führen Zentralisierungen in einem aufgeheizten gesellschaftlichen Klima zur weiteren Brutalisierung von Abschiebungen: (gescheiterte) Abschiebungen aus Krankenhäusern(3) und (Berufs-)Schulen(4), Trennungen von Familien (5) und vieles andere. Die aktuell zuständigen Kommunen kennen die Einzelfälle besser und können so Ermessensspielräume etwa bei Ausbildungsduldungen nutzen, Krankheiten und Reiseunfähigkeit oder andere Abschiebehindernisse von Ausreisepflichtigen berücksichtigen. Zumindest theoretisch hätten Kommunen vor Ort damit die Möglichkeit, menschenwürdige Entscheidungen zu treffen.

3) Schließlich ist die Diskussion um die Abschiebebehörde eine Nebelkerze. Auch eine zentrale Behörde wird nichts an der Tatsache verändern, dass in diverse Länder nicht abgeschoben werden kann. Mitnichten wird ein sogenanntes „Vollzugsdefizit“(6) abgebaut. Politisches Handeln sollte sich nicht auf die Unterscheidung zwischen „Bleibeberechtigten“(7) und „Ausreisepflichtigen“ konzentrieren, sondern auf die Organisation des Zusammenlebens Aller. Wir wollen und brauchen keine neue zentrale Abschiebebehörde, sondern Stellen und Programme, um Bleibe- und Teilhabeperspektiven zu schaffen und zu sichern. Wir wollen zu einer Politik, die die Wahrung von Menschenrechten und Teilhabemöglichkeiten als Erfolg wertet – und für die jede Abschiebung eine Niederlage ist.

Die Einrichtung einer zentralen Behörde unterstreicht die Entmenschlichung eines ohnehin inhumanen Asylsystems. Wir fordern eine Verschiebung weg vom rechtspopulistischen Angstdiskurs hin zu einem Diskurs über Solidarität und Gemeinschaft. Wir fordern die Menschen in Niedersachsen auf, sich der Zentralisierung der Repression entgegenzustellen, um allen Personen, die sich hier niederlassen wollen, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Unterstützt den Widerstand und beteiligt euch am Protest gegen die Zentrale Abschiebebehörde in Niedersachsen. Nicht hier, nicht anderswo – NEIN zur ZAB! NEIN zu allen Abschiebungen!

Das Osnabrücker Bündnis gegen Abschiebungen

Unterzeichnende

(1) Neue Osnabrücker Zeitung, 21.11.2014: Pistorius zeigt Verständnis. Abschiebe-Demos in Osnabrück: Polizei greift nicht ein (https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/524594/abschiebe-demos-in-osnabruck-polizei-greift-nicht-ein#gallery&0&0&524594).

(2) Artikel 8 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens] (https://www.menschenrechtskonvention.eu/konvention-zum-schutz-der-menschenrechte-und-grundfreiheiten-9236/).

(3) Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, 09.11.2018: Abschiebepraxis in der Kritik. Evangelische Kirche verurteilt Abschiebungen aus Kliniken (https://www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/kirche-fordert-keine-abschiebungen-mehr-aus-dem-krankenhaus.html).

(4) Bayrischer Flüchtlingsrat, 27.09.2018: Abschiebung aus der Schule. Flüchtlingsrat kritisiert: Behörden konterkarieren Söders Rede von humaner Flüchtlingspolitik (https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/beitrag/items/abschiebung-aus-der-schule.html).

(5) Hessischer Flüchtlingsrat, 02.02.2018: Erneut Familientrennung durch Abschiebung (https://www.frnrw.de/aktuell/artikel/f/r/erneut-familientrennung-durch-abschiebung.html).

(6) Pro Asyl, 26.02.2019: Die Schicksale hinter den Zahlen – warum Abschiebungen scheitern (https://www.proasyl.de/news/die-schicksale-hinter-den-zahlen-warum-abschiebungen-scheitern/).

(7) GGUA Flüchtlingshilfe, 27.06.2016: Bleibeperspektive. Kritik einer begrifflichen Seifenblase (https://www.ggua.de/aktuelles/einzelansicht/928d8e9e7945971902ef49a6e72c3d8f/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1020&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail).

Mai 2019: Die WabOS als Naturschutzprojekt

In der frisch gedruckten Auflage der Naturschutzinformationen Osnabrücker Land (01/2019), ein lesenswertes Blatt, das etwa halbjährlich vom Umweltforum Osnabrücker Land e. V. herausgegeben wird, ist auch ein langer Artikel zu unserer WabOS! smile Nicht umsonst wurden wir ja 2016 mit dem Naturschutzpreis der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Lesen könnt ihr den Artikel hier!

Rettet die WabOS!

Das Leben könnte so schön sein…, wenn nicht:

Obwohl wir seit nunmehr 21 Jahren hier leben, plant die Stadt Osnabrück unser Zuhause als Bauland auszuschreiben. Schon 2014 schwebte über uns die (Un-) Möglichkeit einer Verdrängung im Zuge der ehemals geplanten Westumgehungsstraße. Jetzt erscheint die Bedrohungslage in einem anderen Licht: War die Westumgehung ein politisch stark umstrittenes Thema, sind sich die Parteien in puncto Bauland offenbar einig – denn mehr Wohnraum soll her. Dabei wird übersehen, dass wir bereits bezahlbaren (!) Wohnraum darstellen und es auch in dieser Stadt leerstehende Wohnungen gibt. Somit wird klar, dass kein sozialer Anspruch hinter dem Vorhaben steckt, sondern allgemein hohe Grundstückspreise in diesem Stadtteil locken. Die eigens erschaffenen Zwänge der Stadtpolitik, stetigen Zuzug zu generieren um Geld in die Kassen zu spülen, zielt eben nicht darauf ab, dass alle Bewohner*innen ein Dach über dem Kopf haben. Diese Art von Politik, die nur auf Kapitalverwertung abzielt, macht uns faktisch zu Bürger*innen zweiter Klasse und zeigt, dass für Subkulturen immer weniger Raum bleibt.

Die Fläche, die im Gespräch ist, bietet in Form ehemaliger Hausgärten, Streuobstwiese und Grünland ein natürliches Habitat für Tiere, Pflanzen und Menschen. Unser Wagenplatz fügt sich hervorragend in das Gelände ein ohne diese Lebensräume zu gefährden. Der stetigen Vernichtung von ökologischen Nischen und der fortlaufenden Umweltzerstörung gilt es neue Ideen entgegenzuhalten, die auch Fragestellungen nach neuen Wohn- und Lebensformen wie der unseren aufwerfen sollten.

Wir wollen weiterhin an diesem schönen Platz bleiben und werden für den Erhalt der Fläche kämpfen. Helfen könnt ihr uns, indem ihr eure Unterschrift für uns abgebt und der Stadt Osnabrück bzw. den Politiker*innen eurer Wahl erzählt, was ihr von dem geplanten Bauvorhaben haltet.

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Wenn ihr (außer den gelegentlichen Petitions-updates) unseren unregelmäßigen newsletter erhalten möchtet, sendet einfach eine Mail an:

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Ansonsten schaut doch öfter mal unter den Neuigkeiten, was so los ist. Und ältere – aber nicht weniger relevante oder aktuelle – Infos findet ihr in unserem Archiv! Gerne könnt ihr auch einfach Kontakt mit uns aufnehmen.

WabOS ?!

Nein. #wabos ist nicht etwa das Akronym für „what a bunch of shit“

#wabos = #WagenburgOsnabrück

sozial · ökologisch · kulturell

Wir, die WabOS (Wagenburg Osnabrück), sind ein alternatives Gemeinschaftsprojekt, das seit 1997 Am Hirtenhaus (Finkenhügel) existiert. Wir sind (+/-) 10* Menschen verschiedener Altersstufen, die in ihren selbst (aus-) gebauten Bauwagen mitten im Grünen leben. Unser Wagenplatz fügt sich hervorragend in das Gelände ein ohne Natur und Lebensräume zu gefährden.

Hier probieren wir eine andere Form des Zusammenlebens aus, ohne soziale Isolation und Vereinzelung, wie sie in der heutigen Gesellschaft – auch aufgrund der Wohnverhältnisse – um sich greifen. Veranstaltungen und Partys werden gemeinsam organisiert und Entscheidungen nach dem Konsensprinzip getroffen. Jede Stimme zählt in einem Miteinander, das jede*n einbezieht.

Das Grundstück ist durch unseren Verein WabOS e. V. von der Stadt Osnabrück gepachtet. Es ist nicht erschlossen, was bedeutet, dass wir unseren eigenen Solarstrom produzieren und vorhandenes Regenwasser nutzen bzw. das wenige benötigte Trinkwasser von außen beziehen.

foto1Wir setzen uns nicht nur für den Fortbestand unseres eigenen Projektes ein, sondern für Wagenplätze und andere alternative Lebensweisen überall.

* Dass wir „nur“ (+/-) 10 Menschen sind liegt, nebenbei bemerkt, nicht an uns oder mangelndem Interesse, sondern an den Restriktionen unseres Pachtvertrages. Ganz im Gegenteil machen wir immer wieder die traurige Erfahrung, anfragende potentielle neue Mitbewohner*innen aufgrund der Pachtverhältnisse fortschicken zu müssen. Daher rührt auch unser Initiativantrag beim Stadtrat auf Vergrößerung unseres Platzes und der erlaubten Bewohner*innenzahl.

Wir positionieren uns klar gegen jegliche Form von Diskriminierungen wie Rassismus, Ageismus, Sexismus und Homophobie. Ebenso haben nationalistisches und / oder antisemitisches Gedankengut und andere faschistische Ideologien bei uns – und überhaupt auf der Welt – nix zu suchen!

…und Speziesismus ist auch kacke.

 

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Für mehr Wagenplätze!

Wagenburgen gibt es wohl schon so lange wie es rollende Fahrzeuge gibt. Belegt sind sie seit der Antike, wobei die ursprünglich kreis- oder wallförmige Siedlungsform in den unterschiedlichsten Kulturen und über mehrere Kontinente hinweg seit jeher beliebt war. Nicht nur dienten „Burgen“ aus Wagen dem Schutz und der Verteidigung. In den allgemein stark zurückgehenden nomadischen und wandernden Kulturen waren und sind sie seit jeher der allgemeine Wohnsitz. (Bei Interesse werft doch zum Beispiel mal einen Blick auf den wikipedia-Artikel dazu.)

Wagenplätze beziehungsweise das Wohnen auf Rädern haben sich auch in Zeiten von Notstand bewährt, zum Beispiel für Kriegsflüchtlinge oder unter Umständen großer Armut. – Doch was sinnvoll und positiv erscheint wird bekanntlich allzu oft von bürokratischen Repressionsorganen versucht zu Nichte zu machen…

…zum Glück nicht immer mit Erfolg: Die Lebensform „Wagenplatz“ hat auch die BRD-Jahrzehnte bislang irgendwie überstanden. Trotz ständiger Vertreibungen und Verdrängungen der als Minderheit zu betrachtenden Menschen, die diesen oft als „alternativ“ kategorisierten Lebensstil frei für sich wählen, haben es viele Wagenplätze inzwischen geschafft, sich über kommunalpolitische Hürden hinweg zu etablieren – teils wirklich „safe“, teils allen politischen Widrigkeiten zum Trotz irgendwie da geblieben.

Dass es in puncto selbstverwaltete Freiräume der Lebensform Wagen kein ruhiges Hinterland gibt, hat wohl spätestens mit der Zerstörung der Bambule in Hamburg auch der*die letzte BILD-Leser*in verstanden. War dann nicht mehr so schillig, in der Hansestadt…

WIR FREIRÄUME HALTEN ZUSAMMEN!

Auch in Osnabrück gibt es neben unserer WabOs seit Jahrzehnten weitere Wagenplätze beziehungsweise Bestrebungen nach mehr. Nicht nur für uns selbst fordern wir durch unseren Initiativantrag beim Stadtrat eine räumliche Vergrößerung unseres Platzes, einhergehend mit der Erhöhung der erlaubten Bewohner*innenzahl.

Erwachsen damals noch im Zusammenhang mit der Forderung nach einem autonomen Zentrum (heute das SubstAnZ) wurde der bald darauf gegründete Verein Wagen wagen e. V. von der Stadt (unter den absurdesten Vorwänden) jahrelang durch die Gegend geschubst… und schließlich gänzlich seiner geologischen Grundlage beraubt. Nach einigen Querelen konnte der Wagen-wagen-Wagenplatz jedoch auf einem großen und wunderschönen Grundstück von echt coolen Privatleuten zu fairen Bedingungen unterkommen. So weit, so safe.

Ein bitteres Ende wurde durch kommunalpolitische Unfähigkeiten dem Wagen- und Wohnprojekt Grüne Gräser bereitet, die nach einem prima Start (2010), gefolgt von nervigem Hickhack in Bramsche (Landkreis Osnabrück), bei der ollen „Friedensstadt“ Osnabrück damals (2012) leider nur auf taube Ohren gestoßen sind…

Der Bedarf nach weiterem Raum für Wagenleben ist auch in unserer Ha(n)sestadt erfahrungsgemäß nach wie vor enorm!

FÜR MEHR WAGENPLÄTZE!

Außerhalb unserer provinziellen Großstadt ist aktuell der Wagenplatz Wem gehört die Welt in Köln von Gentrifizierung und Räumung bedroht – obwohl allein online über 13.000 Menschen für den Erhalt unterschrieben haben.

Für den ebenfalls Räumungs-bedrohten Bauwagenplatz Duisburg Homberg könnt und sollt ihr weiterhin auch online unterschreiben!

Auch unseren Genoss*innen aus der Braunschweiger Nordstadt scheinen die lokalen Behörden bald an den Wagen-Kragen gehen zu wollen. Wir solidarisieren uns selbstverständlich auch mit dem Platz dort und werden versuchen euch dazu auf dem Laufenden zu halten.

Inzwischen haben mehrere Wagenplätze den Schritt ins digitale Zeitalter gewagt, darunter z. B. die guten alten Schattenparker in Freiburg, die Wagengruppe Treibstoff in Wien, die endlich einen festen Platz JETZT UND FÜR IMMER braucht, diverse Plätze an diversen Orten wie Hamburg, Berlin, Würzburg, … Ihr kennt ja das Internetz und die (a)social media: Wer*wsie suchet, der*die findet.

Auf der Seite wohnhaft.de findet ihr außerdem Interessantes und Nützliches rund ums Wagenleben.

Gekommen um zu bleiben!!!

– Das Soli-Logo „Für mehr Wagenplätze“ schicken wir euch auf Anfrage gerne als .xcf für die freie Gestaltung (Siebdruck, Aufkleber, Plakate,…) –

politix@Oznabrooklyn

Im Folgenden findet ihr Links zu einigen Gruppen, die die Welt in Osnabrück – und weit darüber hinaus – sozialer, ökologischer und bunter machen wollen. Wir haben hier eine vielfältiges Sammelsurium zusammengestellt, unabhängig vom Grad der Radikalität der Gruppierungen. Klickt euch durch, informiert euch, schaut dort vorbei – egal wo, macht was!!!

abseits – Osnabrücker Straßenzeitung

adfc – lokale Kreis-Gruppe des Allgemeinen Fahrradclubs für Stadt und Land Osnabrück

Aktionszentrum Dritte Welt – u. a. Eine-Welt-Laden Osnabrück

Albert-Schweitzer-Stiftung – Ortsgruppe für unsere Mitwelt

Amnesty International – (nicht nur) Hochschulgruppe Osnabrück

Anti-Atom-Gruppe Osnabrück – Für den Atomausstieg!!!

attac – Ortsgruppe Osnabrück

avanti! – Verein zur politischen, kulturellen und sozialen Bildung sowie der internationalen Begegnung

BEPO – Bürgerinitiative zum Erhalt und zur Pflege des westlichen Naherholungsgebietes Osnabrück e. V.

Bezahlbarer Wohnraum – Kampagne eines breiten Bündnisses in Osnabrück mit diversen Forderungen und Ansätzen zum fundamentalen Thema Wohnen

BUND – Friends of the Earth Ortsgruppe Osnabrück, eine Jugend-Gruppe gibt es auch!

Café Résistance – Offener antifaschistischer Treff Osnabrück

CSA-Hof Pente – community supported agriculture bei Osnabrück

Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge / Hilfe für Geflüchtete

Flüchtlingshilfe Rosenplatz – Praktische Hilfe für Solidarität und gegen Ausgrenzung im Viertel um den Rosenplatz

Freie Schule Osnabrück – Initiative zur Gründung einer freien alternativen Grundschule in der Stadt

FreiZeit für Flüchtlingskinder – praktische Hilfe in und um Osnabrück

Greenpeace – Ortsgruppe Osnabrück, eine Jugend-AG gibt es auch!

Hanffreunde Osnabrück – Für die Legalisierung von Cannabis

Initiative für Tierrechte Osnabrück – Veganismus und Tierrechte (nicht nur für Studierende)

jako – Jugendantifa Kreis Osnabrück

Kleine Strolche – Linke Hochschulgruppe (Uni Osnabrück)

Lega S Jugendhilfe – Therapie & Umweltbildung Nackte Mühle

LiKOS – Libertäre Kommunist*innen Osnabrück

NABU – Gruppe des Naturschutzbunds

No Lager – Antirassistische Gruppe Osnabrück

Osnabrück alternativ – Linker Terminkalender

Riot Shocker Crew – Fan-Gemeinschaft für das 2. Team des Rollstuhl-Sport-Clubs (RSC) Osnabrück

Rote Hilfe – Ortsgruppe Osnabrück

Solarenergieverein Osnabrück e. V. – Beratung für friedliche und umweltfreundliche Energien

Solidarity City Osnabrück – Netzwerk für eine solidarische Friedensstadt, auch wir als WabOS sind dabei.

Stadtbahn-Initiative Osnabrück – Für die Wiedereinführung einer Stadtbahn in Osnabrück

SubstAnZ – Selbstverwaltetes Zentrum Osnabrück

Umweltforum Osnabrücker Land e. V. – Dachverband der Natur- und Umweltschutzvereine in Stadt und Landkreis Osnabrück

Untergrund Osnabrück – Osnabrücker Luftschutzbunkern auf der Spur: Gegen das Vergessen!

Viele weitere Gruppen und Aktionen findet ihr auf den Seiten des alternativen Terminkalenders Osnabrück.

Wenn ihr das doofe Gesichtsbuch nutzt, könnt ihr auf einige andere Gruppen zugreifen, wie z. B. den Verein „Osnabrücker Baumschutz“, die Feministische Antifa (FAntifa), weitere fem-Gruppen, etc., oder auch das Bündnis EPOS (Emanzipatorische Politik Osnabrück), in dem auch wir als WabOS Mitglied sind. Wenn ihr Fußball und Subkultur verbinden möchtet, dann sucht doch mal nach der „Brigade Nord 1516“, einer Fangemeinschaft des VfL Osnabrück der ganz besonderen Art. Hinweisen möchten wir euch dringend auch auf die SOLWODI-Sisters Osnabrück, eine lokale Bündnis-Gruppe aus SOLWODI (solidarity with women in distress) und SISTERS e. V.: Gemeinsam gegen Prostitution und Menschenhandel. (Kontakt zur Ortsgruppe: solwodi-sisters’at’riseup.net).

Viele der Gruppen werden auch auf den Seiten des SubstAnZ vorgestellt. Eine unvollständige Liste (studentischer) Initiativen findet ihr beim StuRa (Studierendenrat der Uni) oder fragt einfach beim AStA der Uni bzw. beim AStA der Hochschule nach. Im Uni-AStA findet ihr auch die drei autonomen Referate für ausländische Studierende, für Schwule* und für Lesben* und anderen Frauen*.

Ansonsten gibt es noch das empfehlenswerte Café Mano Negra (Alte Münze 12, gegenüber vom Uni-AStA), in dem ihr – am besten mittwochs und eventuell freitags nach der Mensa so ab 14 oder 15 Uhr – viel radikalen Lesestoff und Heißgetränke, einen Infoladen und nette Menschen zum Quatschen findet.

P. S.: Haben wir eure coole Gruppe in Stadt oder Landkreis Osnabrück hier bislang nicht erwähnt??? Das geht gar nicht! Also, mailt uns einfach an: wabos’at’riseup.net

P. P. S.: Nach den bekannten Paragrafen aus dem Dschungel haften wir nicht für die Inhalte der bei uns verlinkten websites!

P. P. P. S.: Und auch an dieser Stelle nochmal der Hinweis, dass das Thema Datenschutz für uns sehr wichtig ist und wir keinen Schabernack mit euren Besuchen auf unserer Seite, euren Mails an uns und persönlichen Infos treiben. Trotzdem und immer: Checkt eure Browser wegen der Cookie-Einstellungen, nutzt alternative, sichere Anbieter*innen für apps, software, e-mail clients, chat-Programme auf smartphones, tablets, PCs … für die vielfältigen Möglichkeiten, die das worldwide web uns beschert. Und: Rockt eure Rechner mit Linux und blättert doch mal in den Publikationen des Chaos Computer Club!

Kontakt & Impressum

WabOs – Wagenburg Osnabrück – WabOS e. V.

seit 21 Jahren – und bitte für immer!!!
Am Hirtenhaus 5, 49078 Osnabrück

mail: wabos’at’riseup.net
phone: +49 1573 0645511 (Bitte auf den AB quatschen!)

Zum Abonnieren unseres newsletters sendet einfach eine Mail an: wabos_newsletter-subscribe’at’lists.riseup.net

Unser wunderschöner Platz befindet sich im Westen der Stadt auf dem Finkenhügel, ganz in der Nähe des Klinikums. Mit Bus nehmt ihr eine der Linien R31, 31, 32 oder 33. Die Haltestelle heißt Lotter Kirchweg. Und dann müsst ihr nur noch schräg hinter die Hochhäuser etwas bergauf laufen (die Straße heißt da erst Mozartstraße, aber oben ab der Kurve Am Hirtenhaus) – und ihr seid da!

 

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Hinweis: Das Thema Datenschutz ist für uns sehr wichtig und wir treiben keinen Schabernack mit euren Besuchen auf unserer Seite, euren Mails an uns und persönlichen Infos. Trotzdem und immer: Checkt eure Browser wegen der Cookie-Einstellungen, nutzt alternative, sichere Anbieter*innen für apps, software, e-mail clients, chat-Programme auf smartphones, tablets, PCs … für die vielfältigen Möglichkeiten, die das worldwide web uns beschert. Und: Rockt eure Rechner mit Linux und blättert doch mal in den Publikationen des Chaos Computer Club!