Juni 2018: Bäume sind Freund*innen

Vor 17 Jahren wurde in Osnabrück die Baumschutzsatzung abgeschafft. Das hat zur Folge, dass sogar auch besonders alte und ökologisch wichtige Bäume – so wichtig für Klima, physisches und psychisches Wohlbefinden – in der Stadt viel einfacher beschnitten und gefällt werden können. Das ist – gelinde ausgedrückt – Mumpitz!

Der gemeinnützige Verein „Osnabrücker Baumschutz e. V.“ hat nun eine online-Petition an den Stadtrat gestartet um Stimmen für die Wiedereinführung einer solchen Baumschutzsatzung zu sammeln.

Bäume sind unsere Freund*innen, sowohl bei uns auf dem baumreichen Wagenplatz als auch überall anderswo: Sie spenden uns Schatten, reinigen unsere Luft, bieten vielen tollen und wichtigen Lebewesen Habitat und sehen obendrein auch noch schön aus. Und sie können uns – teils jahrhundertealte – Geschichten erzählen!

Es gibt tausend gute Gründe, einen Baum NICHT zu fällen!!! Wir als WabOS unterstützen darum die Forderung nach Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung. Und wir, d. h. eigentlich am meisten die Bäume in der Stadt und ihre Bewohner*innen selbst, würden uns bzw. sich sehr freuen, wenn ihr die Petition auch unterzeichnetet!

17. August 2017: Pressemitteilung #008

Vor einiger Zeit haben wir uns mit den Nutzer*innen der Kleingärten am Corneliusweg (/ Richard-Wagner-Straße, auch Westerberg) solidarisiert.

Am 10. August 2017 wurde in der Lokalpresse gemeldet, dass die Osnabrücker CDU sich nun gegen eine Wohnbebauung auf der Fläche der Kleingärten positioniert. Auch wenn das Thema wohl noch nicht ganz vom Tisch ist, freuen wir uns ausdrücklich mit dem Kleingärtner*innenverein West darüber!

Die Argumentation der CDU für den Erhalt der Kleingärten anstelle einer Wohnbebauung entspricht im Wesentlichen unserem Wortlaut, was den Erhalt der Grünflächen Am Hirtenhaus bei uns und unserer WabOS betrifft. Denn: Bereits seit über einem Jahr plädieren wir dafür, dass die Flächen Am Hirtenhaus “wirklich ein schönes Stück Osnabrücker Natur, das wir nicht ohne Not zerstören sollten,“ sind, “zumal auf diesem Fleckchen Erde 'ja auch Gemeinschaft stattfindet'”. Des weiteren “leisten (die Flächen) einen wichtigen Beitrag zu einem guten Stadtklima und einer besseren Luftqualität”, wie auch neueste Untersuchungen der Stadt zeigen...

Nach wie vor gilt für unseren Fall zusätzlich, dass wir bereits Wohneinheiten darstellen, und es keinen Sinn ergibt, die bestehenden sozialen und naturfreundlichen durch weniger soziale und naturfreundliche mit einem immensen Kosten- und Ressourcenaufwand zu ersetzen.

Da die CDU bei der Schaffung von Wohneinheiten “aber die grünen Finger und Frischluftschneisen nicht beeinträchtigen” will, wäre es dringend an der Zeit, dass sie sich, wie andere Fraktionen es bereits getan haben, klar und deutlich für das Konzept des WabOS e. V., welches den Erhalt der Flächen Am Hirtenhaus beinhaltet, ausspricht.
Die WabOS begrüßt jeden umweltschutz- und gemeinschaftsfördernden Gedanken seitens aller Parteien, bangt jedoch nach wie vor um ihre Existenz.

Die vor über einem halben Jahr gestartete online-Petition für den Erhalt der WabOs bleibt aktiv und gewinnt weiterhin an Unterzeichner*innen. Sie ist zu finden bei www.change.org unter dem Suchbegriff "WabOS" oder unter diesem Direktlink.

24. Mai 2017: Pressemitteilung #007

Der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss (StUA) behandelte am 11. Mai
eine Vorlage zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 616, welche nicht
nur weitgehend durchgangsverkehrsgesperrte Bereiche vorsieht, sondern
auch den von der durch die Wohnbebauungpläne bedrohte Wagenburg
Osnabrück (WabOs) Initiativantrag (Kurzversion der WabOs)
befürwortet. Dieser Antrag beinhaltet sowohl den Verbleib der WabOs als
alternativer Wohnform an ihrem seit 20 Jahren bestehenden Standort am
Finkenhügel, als auch eine Erweiterung dieser auf das Nachbargrundstück
an der Straße Am Hirtenhaus. Wie die Wagenburg ausführlich in ihrem
Konzept von November 2016 erläutert hat und zuletzt zu ihrer großen Freude unter breiter Zustimmung ihres Projektes seitens des Publikums auf dem Bürger*innenforum Westerberg - Weststadt vorstellte, beruht der Antrag auf mehreren Begründungen: Zum Einen sagt die praktische Erfahrung, dass viel mehr Bedarf an Raum für das gemeinschaftliche Leben in selbst ausgebauten Bauwagen und an Bewohner*innenplätzen besteht als bislang vorhanden sind. Zum Anderen soll und kann auf diese Weise das Landschaftsbild der ehemaligen Hausgärten, teils unter Mitwirkung und Nutzung der Öffentlichkeit, bewahrt werden. Außerdem spielen soziale, ökologische und auch kulturelle Aspekte hier vordergründig eine große Rolle. Die Vielfalt, die die Wagenburg an dieser Stelle bietet ist unbezahlbar!

Die WabOs begrüßt die Diskussion dieses Themas und freut sich auf eine
rege Zusammenarbeit mit Politik, Öffentlichkeit und Vereinen zur
gemeinschaftlichen Ausarbeitung der Ideen, beispielsweise unter dem
Titel "Zukunftslabor WabOS". Nachdem nun drei Fraktionen ihre
Unterstützung des Antrags signalsiert haben, sind die Bewohner*innen und
Nutzer*innen der WabOs auch erfreut darüber, dass der TOP im StUA ohne
Gegenreden vertagt wurde und somit allen Fraktionen weiter zur
Inspiration dienen kann, während die Ergebnisse der frühzeitigen
Bürger*innenbeteiligung zu den Bebauungsplänen Nr. 616 und 617 noch
nicht ausgewertet sind.

Um den Forderungen nach ihrem Verbleib Nachdruck zu verleihen und ihren
Protest mit anderen, ähnlichen Projekten - in Osnabrück und überall - zu vernetzen, veranstaltet die WabOs in Kooperation mit dem
selbstverwalteten Zentrum SubstAnZ eine große Freiraum- & Wagen-Demo.
Diese startet am Freitag, den 26.05., um 16 Uhr am Hauptbahnhof
Osnabrück. Details wie verschiedene Aufrufe und Redebeiträge, die die
Forderungen in einen gesamtpolitischen Kontext stellen, finden sich hier.

Des weiteren verbleibt die vor über einem halben Jahr gestartete
online-Petition für den Erhalt der WabOs aktiv und gewinnt weiterhin an
Unterzeichner*innen. Sie ist zu finden bei www.change.org unter dem
Suchbegriff "WabOS".

Außerdem erklärt sich die WabOs solidarisch mit den Nutzer*innen und
Anwohner*innen der Grünflächen am Corneliusweg
(http://www.kleingaertnerverein-west.de/; siehe auch den Artikel in der noz). 20 Wohneinheiten (in einer Gegend mit mindestens ebenso viel Leerstand) sind NICHTS gegen seit 80 Jahren bestehende Kleingärten, die einzige (kurze) Rodelstrecke im Stadtteil und die extrem wichtige
Frischluftzufuhr für die Weststadt!

22. Dezember 2016: Bescherung für die Stadt Osnabrück

Nachdem wir ein paar Infostände in der City Oznabrooklyns durchgeführt und bei unserer online-Petition auf change.org schon mehr als 5.000 Unterschriften erhalten hatten, gab es – pünktlich zum Beginn der frühzeitigen Beteiligung zu den B-Plänen – eine „vorweihnachtliche Bescherung“ für die Stadt Osnabrück. Manuell und digital waren bis dahin mehr als 7.700 Unterschriften von Unterstützer*innen aus Osnabrück, aber auch aus vielen anderen Gegenden des Globus zusammengekommen. Überreicht wurde dieser erste Batzen stellvertretend dem Oberbürgermeister, Herrn Wolfgang Griesert, im Rathaus. Eingepackt waren sie in einem kleinen …. na, was wohl?? …Bauwagen!

Die Lokalpresse berichtete erst am 09.01.2017 über die Aktion. Den online-Bericht findet ihr hier.

Wichtig: Unsere online-Petition läuft weiter!

14. Dezember 2016: Pressemitteilung #005

Betreff: Sitzung des Osnabrücker Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 08.12.2016 / Artikel “CDU und SPD geben Weststraße nicht auf – Große Einigkeit im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt: Die Wagenburg soll bleiben” (NOZ, 10.12.2016)

Die Wagenburg begrüßt die Entscheidung der Parteien (namentlich FDP, Grüne, Linke, SPD und CDU), unser gemeinschaftliches Wohnprojekt als eine Bereicherung für die Stadt anzuerkennen. Wir sind positiv überrascht über das Zugeständnis, am Finkenhügel bleiben zu können.
Dabei bleibt jedoch klarzustellen, dass die Bebauungspläne, so wie sie in der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zur Diskussion gestellt werden, weder einen kompletten noch einen langfristigen Erhalt der von uns genutzten Fläche garantieren.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass sich die Bürger*innen aktiv mit der Thematik auseinandersetzen und von dem Recht, ihre Stimme zu erheben, Gebrauch machen. Die in unserem Konzept geforderte Erweiterung unserer Wagenburg auf das Nachbargrundstück zielt nicht nur auf den dringenden Bedarf nach mehr Raum für Bauwagenleben ab, sondern auch auf den Erhalt der ehemaligen Hausgärten Am Hirtenhaus. Denn die dortigen Grünflächen stellen ein besonderes urbanes ökologisches Kleinod dar.
Wir rufen dazu auf, die Beplanung der Abschnitte Nr. 616 und 617 nicht den noch immer andauernden Streitigkeiten der Osnabrücker Parteienlandschaft um die Weststraße zu überlassen. Wir fordern die strategischen Ziele der Stadt nicht auf die Schaffung von Wohneinheiten zu reduzieren. Vielmehr ist es für eine positive Entwicklung dieser Stadt notwendig, progressive Impulse umzusetzen und unkonventionelle, nachhaltige Ideen zu verwirklichen.

Wir laden die Presse und Interessierte dazu ein, am Dienstag, den 20.12.2016, bei der feierlichen Übergabe der ersten Unterschriften unserer (online-) Petition oder  dabei zu sein. Die Übergabe findet im Büro des Herrn Oberbürgermeister Griesert in der Bierstraße 28 um 17 Uhr statt.

07. Dezember 2016: Pressemitteilung #004

Die WabOS (Wagenburg Osnabrück) veranstaltet am Samstag, den 10.12., ab 11 Uhr einen Infostand am Jürgensort (Große Straße, vor L+T). Über die aktuelle Bedrohungslage für die seit 19 Jahren Am Hirtenhaus (Finkenhügel) bestehende Wagenburg aufgrund der Bebauungspläne (Nr. 616, ggf. auch 617) sollen Informationen verteilt werden und das Gespräch mit Bürger*innen gesucht. Zugleich wird bei der Gelegenheit die Unterschriftensammlung für den Erhalt des sozialen und ökologischen Gemeinschaftswohnprojektes auf der bisherigen Fläche fortgesetzt.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass eine erste Übergabe von Unterschriften stellvertretend an Herrn OB Griesert (presse-) öffentlich am 20.12.2016 um 17 Uhr stattfinden wird – unabhängig vom Ausgang der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am morgigen Donnerstag, den 8.12. (siehe dazu online das Ratsinformationssystem der Stadt Osnabrück).

Unterstützer*innen haben auch weiterhin online die Möglichkeit, ihre Unterschriften abzugeben. Siehe dazu: https://www.change.org/u/wabos bzw. diesen Direktlink.

Weitere Informationen in unserer Broschüre; sowie in unserem Konzept zur „Lösung der Bebauungskonflikte am Finkenhügel“.

Öffentlich erreichbar ist der WabOS e. V. am besten per Mail an wabos’at’riseup.net

17. November 2016: Pressemitteilung #003

Trotz anderslautender Beteuerungen seitens verschiedener Organe und Ratsmitglieder wurden wir, die Mitglieder der WabOS (Wagenburg Osnabrück), bislang nicht hinreichend bzw. nicht termingerecht in den Planungsprozess bzgl. der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 616 (bzw. auch Nr. 617) einbezogen.

Termine mit der Bauplanung wurden uns erst auf Nachfrage unsererseits hin und nach Ablauf der Vorbereitungsfrist der Planungsorgane für den betreffenden Tagungstag des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt gegeben. Herr Schürings, Herr Bielefeld und Herr Möller haben sich zwar an zwei Terminen Zeit für uns genommen (einmal am 31.10. zur Ortsbegehung und einmal am 15.11. zum Gespräch). Wir haben jedoch deutlich gemerkt, dass der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt bzw. der Rat den beauftragten Herren keinen klaren Auftrag zum Einbezug unserer Belange gegeben haben – wohlgemerkt entgegen der Aussagen einzelner Politiker*innen.
Herr Stadtbaurat Otte hat unsere Anfragen und Einladungen bislang leider unbeantwortet gelassen.

Da die kommunalen Organe der Stadtlegislatur erst vor Kurzem neu gewählt und zusammengesetzt wurden, haben wir sie auf den genannten Missstand hingewiesen und sie gleichzeitig alle (nochmals) herzlich dazu einladen, uns und unsere Wagenburg, das heißt unser Zuhause, vor Ort kennenzulernen.

Hier finden Sie das von uns erstellte Konzept zur „Lösung der Bebauungskonflikte am Finkenhügel“.

Dieses haben wir den Herrschaften aus der Bauplanung am 15.11.2016 vorgestellt und es am heutigen Tage dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sowie dem Rat der Stadt Osnabrück als Grundlage zukünftiger, konstruktiver Zusammenarbeit zukommen lassen.

Dazu findet sich unter diesem weiteren Link eine Studie aus dem Jahr 2000 von Schönfeld & Pralle, auf welche wir in dem Konzept verweisen.

Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass wir am 20.12.2016 um 17 Uhr einen Termin mit Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Griesert haben um ihm die bisher gesammelten Unterschriften (manuell sowie digital unter) zu überreichen. Eine konkrete Presse-Einladung dazu folgt in Kürze.

Weitere Informationen zu uns und der Thematik sind in unserer Broschüre zu finden.

11. November 2016: Hasepost

Am 11.11.’16 berichtete erstmals auch die Osnabrücker online-Zeitung Hasepost über uns. Unter dem Titel „Mösers Meinung – zum Thema ‚Osnabrücker Wagenburg'“ findet ihr den prima Artikel hier.

28. Oktober 2016: Pressemitteilung #002

Vor allem angesichts unserer aktuellen Situation sind wir sehr erfreut über die Auszeichnung mit dem Naturschutzpreis Osnabrück Stadt 2016, für den wir uns vor einigen Monaten beworben hatten. Wir möchten betonen, dass nicht nur wir als Bewohner*innen der Wagenburg Osnabrück uns durch die Bauvorhaben der Stadt bedroht sehen. Auch die von uns naturnah belassene Fläche inklusive der Insektenwelt würden mit einer Bebauung und Versiegelung exterminiert.

Dazu die Mitteilung des Landkreises Osnabrück (Pressemitteilung und Informationen zu den Bewerber*innen finden sich unten auf der Seite)

Das Preisgeld werden wir als WabOS e. V. für die Bestrebungen um den Erhalt der Fläche in ihrer bestehenden Form verwenden.

Die Petition zum Verbleib unserer Wagenburg Am Hirtenhaus steht neben der analogen Sammlung von Unterschriften weiter online und ist inzwischen auch auf Englisch, Spanisch und Französisch zu finden.

Dazu siehe auch den NOZ-Artikel.
Auch in der aktuellen Ausgabe der Osnabrücker Straßenzeitung „abseits“ wurde über uns berichtet (siehe hier).

September 2016 bis dato: Petition für’s Bleiberecht!

Seit dem 1. September 2016 läuft zusätzlich zur manuellen Unterschriftensammlung unsere online-Petition auf change.org, mit der wir unserem Kampf ums Bleiberecht – JETZT UND FÜR IMMER! – Nachdruck verleihen möchten. Wir sind hoch erfreut und manchmal zu Tränen gerührt aufgrund der großartigen Unterstützung, die wir auf diesem Wege sowohl aus Osnabrück als auch von vielen anderen Orten in Europa und der ganzen Welt erfahren. Auch die lokale Presse hat uns dankenswerterweise darüber ihre Aufmerksamkeit geschenkt und uns in einigen Ausgaben etwas Platz, Papier, Tinte und somit Informationsverbreitung beschert. Weiter so, holdes Lokalblatt!